Hochzeitsbräuche

Die schönsten Hochzeitsbräuche in Deutschland und Österreich

Es gibt unzählige Hochzeitsbräuche, fast jede Region Deutschlands hat einen oder mehrere Klassiker. Ein Tipp: Klären Sie unbedingt vorher mit dem Brautpaar oder besser einem Mittler wie den Brauteltern ab, wie das Brautpaar zu Spielen bei der Hochzeit oder Hochzeitsbräuchen steht. So verhindern Sie, daß eine sonst wunderschöne Hochzeit durch finstere Mienen oder unpassende Bemerkungen beeinträchtigt wird.

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Brautentführung

HoichzeitsbräucheEin Klassiker der Hochzeitsbräuche! Wird bevorzugt in ländlichen Regionen begeistert kultiviert. Meist wird die Braut zu schon vorgerückter Stunde von guten Freunden entführt. Ziel ist es, die Braut auszulösen. Die bevorzugte Währung ist Alkohol in jeder Form. Das Auslösen der Braut findet häufig in einem separatem Raum - dem Weinstüberl statt. Dadurch ergibt sich fast wie von selbst auch die Währung für das Auslösen der Braut: Weinflaschen. Nachdem die Hochzeitsgesellschaft unter Anführung der Musiker im Weinstüberl eingezogen ist, obliegt es dem Geschick des Bräutigams, die Anzahl der Weinflaschen herunter zu handeln. Doch Vorsicht: zu wenige Weinflaschen beleidigen natürlich die Braut! Mit etwas Fingerspitzengefühl einigt man sich in der Mitte und die Hochzeitsgesellschaft kann beruhigt ihrem feucht-fröhlichen Höhepunkt entgegen sehen. Dieser Hochzeitsbrauch sollte auf keiner Hochzeit fehlen!

Hochzeitsbrauch Baumstamm sägen

Ein sehr beliebter Hochzeitsbrauch ist das Baumstamm sägen. Sie sollten sich dafür eine Menge Kraft nach der standesamtlichen oder kirchliche Trauung aufheben! Heißt es doch jetzt, im gemeinsamen entgegengesetzten Ziehen einen mehr oder weniger dicken Baumstamm zu zerteilen. Die launigen Kommentare der Hochzeitsgesellschaft und einige Schweißperlen sind Ihnen sicher. Versinnbildlicht wird dadurch die hoffentlich gute zukünftige Zusammenarbeit in der Ehe.

Werfen von Reis

Nicht nur im angelsächsischen Raum einer der beliebtesten Hochzeitsbräuche. Nachdem das Brautpaar aus der Kirche oder dem Standesamt tritt, wird es von der Hochzeitsgesellschaft mit Reis beworfen. Ursprünglich stammt dieser Hochzeitsbrauch aus Asien. Dadurch soll dem Brautpaar Fruchtbarkeit und in der Folge reicher Kindersegen beschert sein. Dieser Hochzeitsbrauch ist in letzter Zeit vor allem aus Respekt vor dem Umgang mit Lebensmitteln und dem Hunger in der Welt immer mehr auf dem Rückzug. Auf vielen Standesämtern ist das Reiswerfen inzwischen verboten. Klären Sie dies unbedingt vorher ab. Eine schöne Alternative ist das Seifenblasen. Alle Gäste einer Hochzeitsgesellschaft erhalten beim Verlassen der Kirche ein vielen noch bekanntes Seifenblasen-Fläschchen und beglücken das Brautpaar damit beim Verlassen der Kirche.

Das Tragen der Braut über die Schwelle

Auch ein Klassiker der Hochzeitsbräuche: Bei diesem Hochzeitsbrauch sollte man unbedingt auf die Konstitution des Bräutigams Rücksicht nehmen! Was bedeutet nun das Tragen der Braut über die Schwelle der Haustür: Böse Geister sind unter jeder Haustür verborgen! Die Braut sollte keinen Kontakt zu ihnen haben, beim Bräutigam sieht man das als unproblematischer an.

Das Werfen des Brautstraußes

Die Wahl der richtigen Farbe von Brautstrauß und Blumen haben wir schon separat geklärt. Für das Werfen des Brautstraußes sollten Sie sich ein etwas kleineres Duplikat vom Original-Brautstrauß herstellen lassen. Da sich der Bräutigam um den Brautstrauß kümmert, ist es auch seine Aufgabe, das Duplikat zu besorgen. Das Brautstraußwerfen findet zumeist gegen Ende der Hochzeitsfeier statt. Alle ledigen Frauen versammeln sich hinter der Braut. Diese wirft den Brautstrauß möglichst nach hinten. Der ledigen Frau, die den Brautstrauß fängt, ist der Legende nach ein baldige Hochzeit sicher ein. Einer der schönsten Hochzeitsbräuche!

Versteigerung des Brautschuhs

Das ist auch ein "Evergreen" der Hochzeitsbräuche. Hat sich die Braut zuvor mühsam mit Cent-Münzen ihre Brautschuhe erspart - ein Zeichen für Ihre Sparsamkeit - werden Sie ihr nun auf der Hochzeitsfeier entwendet. Wie bei der Brautentführung findet eine kleine Versteigerung statt, zum Glück geht es hier jedoch nicht mehr um Alkohol. Geld steht im Vordergrund. Der Auktionator ist meist ein guter Freund, der durch seine hoffentlich launigen Reden ein Optimum für das Brautpaar herausholt. Die Bietenden legen ihre Angebote in den Brautschuh. Am Schluß ersteigert natürlich der Bräutigam den Brautschuh und zieht seiner glücklichen Braut den Schuh wieder an. Gemeinsam darf sich das Brautpaar dann über den Erlös der Versteigerung freuen.

Das Wecken des Brautpaares - Hochzeitsbräuche in Bayern

Ein vor allem im tiefen Süden Bayerns verwurzelter Hochzeitsbrauch, den eh schon langen Hochzeitstag des Brautpaares noch etwas zu verlängern. Geweckt werden Braut und Bräutigam meist gegen vier oder fünf Uhr morgens. Nicht durch sanftes Betätigen der Klingel. An dessen Stelle treten Böllerschützen und/oder Blasmusik. Ist das Brautpaar in der örtlichen Musikkapelle aktiv, dann tritt diese mit großer Sicherheit auf den Plan. Die fröhliche Schar wird durch Geschwister, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Vereinskameraden ergänzt. Als Gegenleistung für das frühmorgendliche Wecken werden alle zu einer zünftigen Brotzeit eingeladen, wobei natürlich der Gutemorgen-Schnaps nicht fehlen darf.